Der Ortsverein Schmöckwitz e.V. wurde im Jahr 2005 von 11 Schmöckwitzerinnen und Schmöckwitzern gegründet, inzwischen haben wir 65 Mitglieder. Unser Ziel ist es, das kulturelle Leben in Schmöckwitz mit seinen Ortsteilen Karolinenhof und Rauchfangswerder zu fördern und damit auch den Zusammenhalt und das Zusammenleben der Einwohnerinnen und Einwohner. Unterschiedliche Veranstaltungen im Laufe des Jahres tragen dazu bei.Wir sehen unsere Aufgaben insbesondere darin:

  • Veranstaltungen und Begegnungen durchzuführen
  • die Erinnerung an die Ortsgeschichte wach zu halten und
  • an der Erhaltung und Pflege des Ortsbildes sowie der Landschaft mitzuwirken.

Ein Höhepunkt ist das jährliche INSELFEST Anfang September mit seinem abwechslungsreichen Programm für alle Generationen, mit fröhlichem Markttreiben, Essen und Trinken, Musik und Tanz.

Der Verein will darüber hinaus die Erinnerung an unsere Ortsgeschichte wachhalten: wir sammeln Daten und Fakten, Bilder und Geschichten für unsere Chronik und freuen uns über Unterstützung dabei. Wir fühlen uns der Erhaltung und Pflege des Ortsbildes und unserer schönen Landschaft verpflichtet, und wir mischen uns ein, wenn es um kommunale Angelegenheiten geht. Der engagierte Einsatz des Ortsvereins hat zum Beispiel mit dazu beigetragen, dass der Betrieb der Tramlinie 68 – unserer Uferbahn und schönsten Straßenbahnstrecke Berlins – nicht eingestellt wurde.

Der Verein ist gemeinnützig tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Das schließt nicht aus, dass bei Veranstaltungen Entgelte zur Deckung der Kosten erhoben werden. Sie alle sind herzlich eingeladen, sich mit Ideen und großen oder kleinen Projekten einzubringen oder auch einfach nur ein Teil unserer großen Gemeinschaft zu werden.

Möchten Sie Mitglied werden?

Jahresbeiträge
Einzelperson: 60,00 €
Paare/Familien: 100,00 €
Studierende, Azubis, Arbeitslose, gering Verdienende: 36,00 €

Bankverbindung
Ortsverein Schmöckwitz e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
IBAN: DE15 1605 0000 3664 0017 52
BIC: WELADED1PMB

Freistellungsauftrag

Beispiele unserer Aktivitäten

Frühlingsfest

Am 21. März, passend zum Frühlingsanfang, veranstaltete das zukünftige Nachbarschaftszentrum Alte Feuerwache in Schmöckwitz ein Fest zur Begrüßung des Frühlings.

Diese Auftaktveranstaltung zum Thema Natur, Klima, Umwelt  wurde musikalisch untermalt von der Jazz und Swing Band „Syncopators„ aus Berlin.

Unter dem Motto: Pflanzen tauschen, sich austauschen, Wissen vermitteln und fröhlich beisammen sein versammelten sich Natur- und Pflanzenliebhaber, Neugierige, gestandene Gärtnerinnen und Gärtner mit wertvollen Tipps und SAMEN, JUNGPFLANZEN, SÄMLINGEN, JUNG- und ALTPFLANZEN aus Garten, Zimmer oder Gewächshaus.

Bei Kaffee und Kuchen gab es informative Gespräche und einen interessanten Austausch zu Aufzucht und Pflege von Pflanzen und dem Anlegen einer bienenfreundlichen Wildblumenwiese.

Um den alten Dorfanger mit genau dieser bunter und bienenfreundlich zu gestalten wurden gegen Spende Saatkugeln abgegeben.

Wir hoffen, große Kinder und Kinder der Kindergärten bringen die Saat mit mitgelieferter Blumenerde in den Boden und haben Spaß am Gießen und Zusehen beim Wachsen und Gedeihen der Pflanzen.

Vielleicht entsteht in den nächsten Jahren eine bunte Wildblumenwiese und die Bienen bringen dem Ort der Fischer und Imker Schmöckwitz wieder reichlich köstlichen Honig und sorgen für große Ernten von Obst und Gemüse.

Backwettbewerb

Die kühlen Tage versüßten wir uns mit einem Backwettbewerb.
Wir konnten 13 Torten bestaunen und genießen. Jeder Besucher hatte zwei Stimmen (Schönheit und Geschmack). 
Eine schwierige Wahl!
Unsere Gewinnertorten
Platz 1: Schwarzwälder Kirschtorte
Platz 2: Etagentorte mit Himbeeren
Platz 3: Himbeertorte

Tortenwettbewerb
Erholungsgrundstücke an der Seddinpromenade

Es geht um Erholungsgrundstücke, die teilweise vor Jahrzehnten schon von den Berliner Forsten gepachtet wurden. Sie liegen an der Seddinpromenade (Wernsdorfer Straße 29), in der Umgebung gibt es Wohnbebauung. Es sind keine Kleingärten, aber sie bieten trotzdem einen hohen Erholungswert.

Der rbb berichtete, dass die Flächen als „Ausgleichsflächen“ für den Straßenbau (TVO) im Bezirk als Naturflächen umgewidmet werden sollen. Nach nun vorliegenden Informationen aus dem Abgeordnetenhaus ist das nicht der Fall!

Seit Jahren wissen die Pächterinnen und Pächter, dass der Pachtvertrag mit den Berliner Forsten nicht verlängert wird. Und wie es so ist: wenn man auszieht, dann muss man seine Dinge mitnehmen. Selbst, wenn über die Jahrzehnte dort Lauben (mit Baugenehmigung) und steinerne Garteneinfassungen entstanden sind: diese müssen abgerissen werden. Dieser Moment ist nun (nach Verlängerung) das Jahr 2030. Der Rückbau / Abriss wird allerdings teuer.

Rechtlich ist es also eine klare Position: die Pacht endet, die Fläche wird vom Eigentümer übernommen und für andere Zwecke weitergenutzt. So fasst es die CDU-Abgeordnete Lisa Knack in ihrem Bürgerbrief vom November 2025 zusammen.

Aber vielleicht gibt es doch andere Ansätze? Das zukünftige Ziel, genau diese Flächen zu renaturieren, erscheint hinterfragenswert: vorne und hinten stehen Wohnhäuser, aber genau hier soll Natur entstehen statt blühender Gärten? Es muss doch in unserem Bezirk noch andere Flächen geben, die man auf geeignetere Weise renaturieren kann. Sollte man solche Gebiete finden, dann wären die grünen Erholungsgrundstücke vielleicht gerettet. Auch hier ist wieder die (Landes-)Politik gefragt, das Bezirksamt Treptow-Köpenick ist nämlich nicht zuständig.

Bevor jemand das noch einmal wiederholt: es stimmt nicht, dass auf diesen Grundstücken Luxuswohnungen gebaut werden sollen. Es ist wirklich so, dass die Berliner Forsten diese Parzellen für eine Renaturierung anbieten. Eine Renaturierung, die aber auch funktionieren könnte, weil anders als im Reifenwerk hier die Pächter wirklich zum Rückbau verpflichtet werden können – es sind ja keine Briefkastenfirmen.

Direkt zur Onlinepetition geht es unter https://www.openpetition.de/petition/online/schutz-und-erhalt-von-langjaehrig-genutzten-erholungsgrundstuecken-gegen-raeumung-abriss-etc

Unterstützt mit Eurer Unterschrift diese Petition, denn Natur an dieser Stelle aufwändig herzustellen erscheint unverhältnismäßig, wenn es doch besser geeignete Flächen geben sollte.

Weihnachtsmarkt 2025 an der Alten Feuerwache

Am 7.12.2025 veranstaltete der Ortsverein Schmöckwitz e.V. einen Adventsmarkt in der Alten Feuerwache. Bei Glühwein, Bratwurst und netten Köstlichkeiten unterm Weihnachtsbaum wurde das Projekt unseres zukünftigen Nachbarschaftszentrum vorgestellt. Hier finden Sie einige Impressionen.

Erinnerung an das Kriegsende vor 80 Jahren am Notfriedhof

Es ist voll an diesem Donnerstagmorgen auf den alten Notfriedhof. Rund 80 Einwohner aus Karolinenhof, Schmöckwitz und Eichwalde haben sich am 8. Mai 2025 getroffen, um gemeinsam an das Kriegsende vor 80 Jahren und die hier bestatteten 108 Toten zu erinnern, darunter sind erfreulich viele junge Menschen. Eingeladen hatten die Kirchengemeinde und der Ortsverein Schmöckwitz, dessen Vorsitzende Almuth Berger die Gedenkveranstaltung eröffnet. Dabei erinnert Sie unter anderem ausdrücklich an die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und setzt der heute geforderten „Kriegstüchtigkeit“  die Hoffnung auf „Friedensfähigkeit“ entgegen mit dem Zitat aus der Nationalhymne der DDR „Lasst das Licht des Friedens scheinen, dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint. “

In seiner Rede berichtet Wissenschaftler und Buchautor Wolfgang Stadthaus von den Ereignissen um das Kriegsende im Mai 1945 in Karolinenhof und Schmöckwitz und die Entstehung des Notfriedhofs. Peer Hauschild trägt anschließend eine verkürzte Version des Gedichts „Dann gibt es nur eins!“ von Wolfgang Borchert vor, der diesen flammenden Appell für den Frieden und gegen den Krieg unmittelbar nach Kriegsende geschrieben hatte.

Acht junge Menschen, angeleitet von Jasmin Küster, setzen einen bewegenden Höhepunkt der Veranstaltung, als sie mit musikalischer Begleitung die Namen aller hier Begrabenen, darunter fünf Kindern, vorlesen. An ihnen wird es in Zukunft sein, dass Gedenken und damit die Warnung vor dem Krieg weiter lebendig zu halten. Michael Glass, der ehemalige Jugenddiakon der Kirchengemeinde, hatte für einen Blumenschmuck gesorgt. Er ist einer der wenigen noch lebenden Angehörigen, da sein Großvater auf dem Notfriedhof bestattet wurde.

Historische Dokumente & Postkarten

Von was lebten unsere Vorfahren in Schmöckwitz und Karolinenhof? Woher hatte die Gemeinde 1911 das Geld für den Bau einer Straßenbahn? Wo stand das erste Schulhaus in Schmöckwitz? Unsere Nachbarschaft steckt voller Geschichte und Geschichten: 650 Jahre Schmöckwitz haben wir in diesem Jahr gefeiert. Aber schon vor 6.500 Jahre lässt sich eine menschliche Besiedlung im Raum Schmöckwitz nachweisen. Wir möchten unserer Heimatgeschichte auf den Grund gehen, verborgene „Schätze“ heben und möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Denn Zukunft kommt von Herkunft.

Wir machen das ehrenamtlich in unserer Geschichts-Arbeitsgemeinschaft: Wir sammeln Quellen, Zeugnisse und Erzählungen. So gibt es schätzungsweise 80 historische Ansichtskarten von Schmöckwitz und den Ortsteilen – diese kann man demnächst auf unserer Webseite anschauen.

Demnächst möchten wir eine Publikation über die Geschichte der Schmöckwitz-Grünauer-Uferbahn, unserer heutigen Straßenbahnlinie 68, herausbringen. Dafür suchen wir alte Aufnahmen der Bahnen und Gleisanlagen, Pläne und natürlich auch Geschichten von der Bahn und ihren Mitarbeitern und Fahrgästen.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen: Haben Sie noch historische Fotos oder alte Karten von Schmöckwitz oder Karolinenhof? Kennen Sie interessante Geschichten über die Entwicklung unseres Ortes oder besitzen Sie alte Dokumente? Vielleicht entdecken Sie beim Umzug oder einer Wohnungsauflösung solche interessanten Dinge. Dann melden Sie sich einfach unter der E-Mail-Adresse geschichte@schmoeckwitz.de bei unserer Arbeitsgruppe oder rufen an bei Torben Bertram (030 / 4798 8068). Wir kommen nach Terminabsprache auch gerne vorbei. Sie wissen ja: „Unsere Nachbarschaft steckt voller Geschichte und Geschichten.“

Übrigens freuen wir uns über neue Mitstreiter, die Freude am Forschen und Entdecken haben.

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