Erholungsgrundstücke an der Seddinpromenade

Sogar der rbb berichtete vor Kurzem: die Erholungsgrundstücke an der Seddinpromenade sollen geräumt werden. Ein Thema für unsere Nachbarschaft, denn auch Sommergäste sind Nachbarn, teilweise seit 1930.

Screenshot der Onlinepetition

Es geht um Erholungsgrundstücke, die teilweise vor Jahrzehnten schon von den Berliner Forsten gepachtet wurden. Sie liegen an der Seddinpromenade (Wernsdorfer Straße 29), in der Umgebung gibt es Wohnbebauung. Es sind keine Kleingärten, aber sie bieten trotzdem einen hohen Erholungswert.

Seit Jahren wissen die Pächterinnen und Pächter, dass der Pachtvertrag mit den Berliner Forsten nicht verlängert wird. Und wie es so ist: wenn man auszieht, dann muss man seine Dinge mitnehmen. Selbst, wenn über die Jahrzehnte dort Lauben (mit Baugenehmigung) und steinerne Garteneinfassungen entstanden sind: diese müssen abgerissen werden. Dieser Moment ist nun (nach Verlängerung) das Jahr 2030, denn die Flächen sollen als „Ausgleichsflächen“ für den Straßenbau im Bezirk als Naturflächen umgewidmet werden. Der Rückbau / Abriss wird allerdings teuer.

Rechtlich ist es also eine klare Position: die Pacht endet, die Fläche wird vom Eigentümer übernommen und für andere Zwecke weitergenutzt. So fasst es die CDU-Abgeordnete Lisa Knack in ihrem Bürgerbrief vom November 2025 zusammen.

Aber vielleicht gibt es doch andere Ansätze? Das zukünftige Ziel, genau diese Flächen als Ausgleich für den Straßenbau zu renaturieren, erscheint hinterfragenswert: vorne und hinten stehen Wohnhäuser, aber genau hier soll Natur entstehen statt blühender Gärten? Es muss doch in unserem Bezirk noch andere Flächen geben, die man auf geeignetere Weise renaturieren und als Ausgleichsfläche benutzen kann. Sollte man solche Gebiete finden, dann wären die grünen Erholungsgrundstücke vielleicht gerettet. Auch hier ist wieder die (Landes-)Politik gefragt und die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus stellt gerade genau diese Frage. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick ist hier nämlich nicht zuständig.

Bevor jemand das noch einmal wiederholt: es stimmt nicht, dass auf diesen Grundstücken Luxuswohnungen gebaut werden sollen. Es ist wirklich so, dass die Berliner Forsten diese Parzellen für eine Renaturierung anbieten. Eine Renaturierung, die aber auch funktionieren könnte, weil anders als im Reifenwerk hier die Pächter wirklich zum Rückbau verpflichtet werden können – es sind ja keine Briefkastenfirmen.

Direkt zur Onlinepetition geht es unter https://www.openpetition.de/petition/online/schutz-und-erhalt-von-langjaehrig-genutzten-erholungsgrundstuecken-gegen-raeumung-abriss-etc

Unterstützt mit Eurer Unterschrift diese Petition, denn Natur an dieser Stelle aufwändig herzustellen erscheint unverhältnismäßig, wenn es doch besser geeignete Flächen geben sollte.

Nach oben scrollen